Gebrauchte 6x4-Sattelzugmaschinen chinesischer Hersteller sind beliebte Exportgüter: MAN- und Weichai-basierte Antriebsstränge treffen auf niedrige Anschaffungskosten. Diese Checkliste zeigt, was vor der Anzahlung zu prüfen ist.
1. Typenschild und FIN
Mit dem Herstellerschild beginnen: Modellcode, Motor, Nennleistung, Abgasstufe und Baujahr. Beim SITRAK C7H steht der Modellcode der ZZ4256-Serie; das Baujahr zeigt, ob Euro 5 oder Euro 6.
2. Motor
FAW JH6 und Shacman M3000S nutzen meist Weichai-Motoren (460 PS, 12 l, Euro 5), der SITRAK MAN-abgeleitete Aggregate mit 480 oder 540 PS. Kaltstart, Blow-by und Ölfarbe prüfen, Undichtigkeiten an Ölkühler und Turboladerflansch suchen.
3. Getriebe und Retarder
Zwei Bauarten dominieren: Fast Gear 12-Gang (JH6, M3000S) und ZF 16-Gang mit Retarder (SITRAK 540). Unter Last alle Gänge testen und den Retarder prüfen.
4. Sattelkupplung und Rahmen
Verschleißplatte auf Rillen, Befestigungsbolzen und hinteren Querträger auf Risse prüfen.
5. Kabine und Innenraum
Sitze, Liege, Warnleuchten und Klimaanlage kontrollieren; Kabinenlager sind eine häufige Schwachstelle.
6. Reifen und Achsen
Profiltiefe an allen zehn Reifen messen, Achsübersetzung zur geplanten Last prüfen, Radnaben auf Ölaustritt kontrollieren.
7. Papiere und Exportfähigkeit
Fahrzeugschein, Kaufrechnung, FIN- und Typenschildfoto nötig. Vor Vertragsabschluss die zulässige Abgasnorm im Zielland klären.
Aktueller Bestand: gebrauchte Sattelzugmaschinen.


